Elektroinstallation ist Ihr Ding?
Bei toom finden Sie alles, was Sie benötigen, um sämtliche Arbeiten am Haus selbst zu erledigen - Packen Sie's an!
Jetzt kaufen
Anzeige

Faktoren, die die Photovoltaik Leistung pro Modul beeinflussen

31.08.2025 6 mal gelesen 0 Kommentare
  • Die Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung bestimmen maßgeblich die Energieausbeute eines Moduls.
  • Die Temperatur des Moduls beeinflusst den Wirkungsgrad, da hohe Temperaturen den Stromertrag verringern können.
  • Verschattungen durch Bäume, Gebäude oder Schmutz reduzieren die nutzbare Modulfläche und somit die Leistung.

Modul-Wirkungsgrad: Wie Material und Technik die Leistung bestimmen

Modul-Wirkungsgrad: Wie Material und Technik die Leistung bestimmen

Werbung

Der Wirkungsgrad eines Photovoltaik-Moduls ist sozusagen das Herzstück, wenn es um die tatsächliche Stromausbeute pro Modul geht. Hier entscheidet sich, wie viel der einfallenden Sonnenenergie tatsächlich in nutzbaren Strom umgewandelt wird – und das hängt maßgeblich vom verwendeten Material und den eingesetzten Fertigungstechnologien ab.

Elektroinstallation ist Ihr Ding?
Bei toom finden Sie alles, was Sie benötigen, um sämtliche Arbeiten am Haus selbst zu erledigen - Packen Sie's an!
Jetzt kaufen
Anzeige

  • Materialauswahl: Hochreine monokristalline Siliziumzellen erreichen inzwischen Wirkungsgrade von über 22 %, während polykristalline Varianten meist darunterbleiben. Noch experimenteller, aber mit Potenzial: Tandem- oder Perowskit-Module, die durch Schichtkombinationen theoretisch über 30 % hinauskommen könnten. Wer also auf modernste Technik setzt, bekommt mehr Leistung auf gleicher Fläche.
  • Technologische Innovationen: Feine Details wie Passivierungsschichten, bifaziale Zellstrukturen oder Multi-Busbar-Designs sorgen dafür, dass weniger Strom an den Zellrändern verloren geht. Auch die sogenannte PERC-Technologie (Passivated Emitter and Rear Cell) hebt den Wirkungsgrad durch optimierte Lichtnutzung spürbar an.
  • Reflexionsverluste minimieren: Antireflex-Beschichtungen auf der Glasoberfläche der Module sind keine Spielerei, sondern entscheidend: Sie lassen mehr Licht ins Zellinnere und steigern so die Leistung, besonders bei diffusem Licht oder flachen Einstrahlungswinkeln.
  • Temperaturkoeffizient: Ein oft unterschätzter Punkt: Verschiedene Zelltypen reagieren unterschiedlich auf Hitze. Module mit niedrigem Temperaturkoeffizienten verlieren bei hohen Temperaturen weniger Leistung – ein echter Vorteil an heißen Sommertagen.

Wer also beim Kauf oder der Planung einer PV-Anlage nicht nur auf die Nennleistung, sondern gezielt auf die Material- und Technikdetails achtet, kann die Leistung pro Modul deutlich steigern. Und manchmal lohnt sich der Griff zu einer etwas teureren, aber effizienteren Technologie auf lange Sicht doppelt und dreifach.

Einfluss der Sonnenintensität am Standort auf das einzelne PV-Modul

Einfluss der Sonnenintensität am Standort auf das einzelne PV-Modul

Die Sonnenintensität am Standort ist ein echter Gamechanger für die Leistung jedes einzelnen PV-Moduls. Es macht einen riesigen Unterschied, ob ein Modul im nebligen Norddeutschland oder unter der gleißenden Sonne Südbayerns installiert wird. Die sogenannte Globalstrahlung – also die Summe aus direkter und diffuser Sonnenstrahlung – schwankt je nach Region und Jahreszeit enorm. Sie wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a) gemessen und gibt an, wie viel Sonnenenergie tatsächlich auf das Modul trifft.

  • Regionale Unterschiede: Während in Süddeutschland Werte von bis zu 1.200 kWh/m2a keine Seltenheit sind, muss man sich im Norden oft mit 900 kWh/m2a begnügen. Das schlägt sich direkt auf den Stromertrag pro Modul nieder.
  • Wetter und Mikroklima: Lokale Gegebenheiten wie häufige Nebel, hohe Luftfeuchtigkeit oder Staubbelastung können die effektive Einstrahlung zusätzlich mindern. Selbst innerhalb einer Stadt kann die Sonnenintensität je nach Bebauung und Luftqualität schwanken.
  • Jahreszeitliche Schwankungen: Im Sommer gibt es ein Vielfaches mehr Sonnenstunden als im Winter. Das einzelne Modul liefert also im Juli oft ein Vielfaches dessen, was es im Dezember schafft. Für die Planung der Anlagengröße sollte man diese Schwankungen unbedingt berücksichtigen.
  • Höhenlage: In höheren Lagen trifft mehr Sonnenstrahlung auf das Modul, weil die Atmosphäre dünner ist und weniger Energie absorbiert wird. Ein PV-Modul auf 1.000 Metern Höhe bringt also meist mehr Leistung als eines auf Meereshöhe – vorausgesetzt, Schnee und Eis sind kein Dauergast.

Unterm Strich: Die Sonnenintensität am Standort ist der limitierende Faktor für die reale Modulleistung. Wer das Maximum herausholen will, sollte die lokalen Strahlungsdaten genau prüfen und die Anlage entsprechend auslegen. Denn am Ende zählt nicht nur das Modul, sondern vor allem das, was tatsächlich an Sonnenenergie vor Ort ankommt.

Überblick: Einflussgrößen auf die Leistung einzelner PV-Module

Faktor Beschreibung Typische Auswirkung auf die Modulleistung
Modul-Wirkungsgrad Je nach Material und Technik, z. B. monokristalline, polykristalline oder Perowskit-Module. Hochwertige Module erzielen bis über 22 %, innovative Konzepte teils noch mehr; direkte Ertragssteigerung.
Sonnenintensität (Globalstrahlung) Standortabhängig, abhängig von Region, Wetter, Jahreszeit und Mikroklima. Stark schwankend, zwischen 900–1.200 kWh/m²a; limitiert den maximalen Stromertrag.
Ausrichtung & Neigung Südliche Ausrichtung und optimaler Winkel sichern höchste Erträge. Abweichungen führen zu bis zu 10 % Leistungsverlust, Ost/West-Ausrichtung flacht Tagesprofil ab.
Verschattung Teil- oder Ganzverschattung durch Objekte wie Bäume, Schornsteine, etc. Kann Ertrag einzelner Module um bis zu 80 % mindern; besonders kritisch bei Serienverschaltung.
Verschmutzung Staub, Pollen, Blätter, Vogelkot mindern Lichteinfall. Dauerhafte Verluste bis zu 10 % möglich, punktuell mehr.
Temperatur Hohe Temperaturen senken Spannung und Effizienz. -0,3 bis -0,5 % Leistungsverlust pro °C über 25 °C Modultemperatur.
Modulalter und Degradation Langfristige Leistungsabnahme durch Materialalterung & Umwelteinflüsse. 0,3–0,7 % weniger Leistung pro Jahr; nach 20 Jahren meist noch 80–90 % Nennleistung.
Systemkomponenten Kabel, Wechselrichter, Steckverbindungen und Monitoringtechnik. Kumulierter Systemverlust meist 3–5 % oder mehr bei ungünstiger Auslegung.

Bedeutung der Ausrichtung und Neigung für die Modulleistung

Bedeutung der Ausrichtung und Neigung für die Modulleistung

Die Ausrichtung und Neigung eines PV-Moduls sind echte Stellschrauben, wenn es um den Stromertrag geht. Schon kleine Abweichungen können sich spürbar auf die Modulleistung auswirken – manchmal mehr, als man zunächst vermuten würde.

  • Optimale Ausrichtung: Ein Modul, das exakt nach Süden zeigt, fängt in unseren Breitengraden die meiste Sonnenenergie ein. Doch: Leichte Abweichungen nach Südost oder Südwest sind oft gar nicht so dramatisch, wie viele denken. Der Leistungsverlust bleibt meist unter 10 %, solange die Abweichung nicht zu groß wird.
  • Individuelle Neigungswinkel: Die perfekte Neigung hängt stark vom Breitengrad ab. In Deutschland liegt das Optimum zwischen 30 und 35 Grad. Ein flacheres Dach holt im Sommer mehr raus, ein steileres im Winter. Wer also möglichst gleichmäßigen Jahresertrag will, sollte die Neigung gezielt anpassen – manchmal lohnt sich sogar eine Aufständerung auf dem Flachdach.
  • Ost-West-Ausrichtung als Alternative: Für Dächer, die nicht nach Süden zeigen, kann eine Ost-West-Belegung clever sein. Sie liefert morgens und abends mehr Strom und verteilt die Leistung über den Tag. Das kann den Eigenverbrauch erhöhen, auch wenn der Gesamtertrag etwas niedriger ist.
  • Verschattung durch ungünstige Ausrichtung: Module, die zu flach oder zu steil angebracht sind, werfen sich bei tiefstehender Sonne schneller gegenseitig Schatten. Das schmälert die Leistung – ein Punkt, den viele bei der Planung unterschätzen.

Unterm Strich: Wer Ausrichtung und Neigung individuell auf Standort und Nutzungsprofil abstimmt, holt das Optimum aus jedem Modul heraus. Pauschale Lösungen verschenken oft wertvolles Potenzial.

Auswirkungen von Verschattung und Verschmutzung auf das Leistungsniveau einzelner Solarmodule

Auswirkungen von Verschattung und Verschmutzung auf das Leistungsniveau einzelner Solarmodule

Schon kleine Schatten oder eine feine Staubschicht können die Leistung eines Solarmoduls überraschend stark beeinträchtigen. Dabei sind die Effekte oft nicht linear, sondern manchmal sogar dramatisch: Ein einziges verschattetes Zellsegment kann die Stromproduktion des gesamten Moduls herunterziehen, besonders bei klassischen Verschaltungsarten.

  • Teilverschattung: Wird nur ein kleiner Bereich eines Moduls verschattet – etwa durch einen Ast, eine Satellitenschüssel oder Laub – kann das den Stromfluss durch die gesamte Zellenreihe blockieren. Die Folge: Ein Leistungsabfall, der in ungünstigen Fällen bis zu 80 % betragen kann, selbst wenn der Großteil des Moduls frei bleibt.
  • Bypass-Dioden als Schutz: Moderne Module besitzen Bypass-Dioden, die einzelne Zellstränge bei Verschattung überbrücken. Das reduziert zwar die Verluste, verhindert sie aber nicht vollständig. Besonders bei längeren Verschattungsperioden oder mehreren betroffenen Modulen bleibt der Effekt spürbar.
  • Verschmutzung durch Staub, Pollen, Vogelkot: Auch unsichtbare Schichten aus Schmutz, Blütenstaub oder Abgasrückständen wirken wie ein Filter und lassen weniger Licht durch. Je nach Region und Wetterlage kann das bis zu 10 % weniger Leistung im Jahr bedeuten. Bei hartnäckigen Verschmutzungen, etwa Vogelkot, sind punktuelle Einbußen sogar noch höher.
  • Unregelmäßige Reinigung: Ohne regelmäßige Kontrolle und Reinigung sammeln sich Verschmutzungen an und führen zu schleichenden Ertragsverlusten. Besonders in städtischen Gebieten oder in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen ist das ein echtes Thema.
  • Langfristige Auswirkungen: Dauerhafte Verschattung oder anhaltende Verschmutzung können sogenannte Hotspots verursachen. Diese überhitzen einzelne Zellbereiche und beschleunigen die Alterung des Moduls – im schlimmsten Fall droht ein vorzeitiger Ausfall.

Wer also auf konstante und hohe Modulleistung setzt, sollte Verschattung schon bei der Planung konsequent vermeiden und die Reinigung der Module nicht auf die lange Bank schieben. Kleine Ursachen, große Wirkung – das gilt hier mehr als irgendwo sonst.

Temperatur-Effekte: Warum Hitze die Modulleistung reduziert

Temperatur-Effekte: Warum Hitze die Modulleistung reduziert

Steigende Temperaturen sind für Solarmodule keineswegs ein Segen. Im Gegenteil: Je wärmer es wird, desto weniger Strom liefern die Zellen – und das ist nicht bloß ein kleines Randproblem. Die Ursache liegt im physikalischen Verhalten der Halbleitermaterialien, aus denen die Module bestehen.

  • Abfall der Spannung: Mit jedem Grad Celsius über 25 °C sinkt die Ausgangsspannung der Solarzellen. Der sogenannte Temperaturkoeffizient (meist zwischen -0,3 % und -0,5 % pro Grad) beschreibt, wie stark die Leistung bei Hitze abnimmt. Bei 40 °C Modultemperatur kann der Leistungsverlust schon mal 7–8 % betragen.
  • Unterschiede je nach Zelltyp: Dünnschichtmodule sind oft weniger hitzeempfindlich als klassische Siliziumzellen. Wer also in besonders warmen Regionen plant, sollte gezielt auf den Temperaturkoeffizienten achten.
  • Wärmeabfuhr und Montage: Eine gute Hinterlüftung hilft, die Module abzukühlen. Flachdach- oder Aufdachmontagen mit ausreichend Abstand zur Dachhaut sind klar im Vorteil gegenüber Indach-Lösungen, bei denen sich die Hitze staut.
  • Extreme Bedingungen: Auf sehr dunklen Dächern oder bei Windstille kann die Modultemperatur weit über die Lufttemperatur steigen. Dann summieren sich die Verluste schnell, auch wenn die Sonne kräftig scheint.
  • Praktische Konsequenz: Die höchste Modulleistung wird nicht an den heißesten Tagen, sondern oft bei kühler, klarer Luft und voller Sonne erreicht. Ein Umstand, den viele unterschätzen, wenn sie den Jahresertrag kalkulieren.

Wer also die Leistung seiner PV-Module realistisch einschätzen oder optimieren will, sollte die Temperatur-Effekte keinesfalls ignorieren. Sie sind ein entscheidender Faktor, der sich im Alltag deutlich bemerkbar macht.

Alterung und Degradation: Wie die Zeit die Leistung beeinflusst

Alterung und Degradation: Wie die Zeit die Leistung beeinflusst

Photovoltaik-Module sind zwar auf Langlebigkeit ausgelegt, doch mit den Jahren verliert jedes Modul schleichend an Leistung. Dieser Prozess wird als Degradation bezeichnet und ist im Grunde unvermeidlich, lässt sich aber durch verschiedene Faktoren beeinflussen.

  • Lineare Degradation: Die meisten Hersteller geben eine jährliche Leistungsabnahme von etwa 0,3 % bis 0,7 % an. Nach 20 Jahren liefern Module typischerweise noch 80–90 % ihrer ursprünglichen Nennleistung.
  • Initiale Degradation: In den ersten Betriebsjahren kann es zu einem etwas stärkeren Leistungsabfall kommen, bevor sich der Prozess verlangsamt. Besonders kristalline Siliziumzellen zeigen diesen Effekt.
  • Ursachen für Leistungsverlust: UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und chemische Reaktionen im Modulmaterial führen zu Mikro-Rissen, Vergilbung der Folien oder Korrosion an den Zellkontakten.
  • Potentialinduzierte Degradation (PID): Ein spezielles Phänomen, bei dem hohe elektrische Spannungen und Feuchtigkeit zu einem plötzlichen, massiven Leistungsabfall führen können. Moderne Module sind jedoch oft PID-resistent konstruiert.
  • Langzeitgarantien: Viele Hersteller sichern heute eine Mindestleistung von 80–85 % nach 25 Jahren zu. Wer Wert auf eine besonders geringe Degradation legt, sollte gezielt auf die Garantiebestimmungen achten.

Die Alterung ist also kein Grund zur Panik, aber ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Hochwertige Module mit geprüfter Langzeitstabilität zahlen sich langfristig aus und sorgen dafür, dass die Anlage auch nach Jahrzehnten noch zuverlässig Strom liefert.

Verluste durch Systemkomponenten: Verkabelung, Wechselrichter & Co.

Verluste durch Systemkomponenten: Verkabelung, Wechselrichter & Co.

Auch wenn das Solarmodul unter Idealbedingungen arbeitet, landet nie die volle erzeugte Energie in der Steckdose. Ein Teil geht auf dem Weg durch die verschiedenen Systemkomponenten verloren – und das kann sich im Jahresverlauf durchaus summieren.

  • Verkabelungsverluste: Lange oder zu dünn dimensionierte Leitungen zwischen den Modulen und dem Wechselrichter führen zu Leitungswiderständen. Das Resultat: Ein Teil der elektrischen Energie verpufft als Wärme. Bei guter Planung liegen diese Verluste meist unter 2 %, bei ungünstiger Auslegung aber auch deutlich darüber.
  • Wechselrichterverluste: Der Wechselrichter wandelt den von den Modulen erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Selbst moderne Geräte erreichen selten mehr als 98 % Wirkungsgrad. Das heißt, pro 100 erzeugten Watt gehen 1–3 Watt allein im Wechselrichter verloren.
  • Verluste durch Anschlussdosen und Steckverbindungen: Jede Verbindung ist eine potenzielle Schwachstelle. Korrosion, Verschmutzung oder lockere Kontakte erhöhen den Widerstand und führen zu zusätzlichen Verlusten, die im Extremfall sogar Sicherheitsrisiken bergen.
  • Eigenverbrauch der Systemtechnik: Überwachungseinheiten, Datenlogger oder Steuerungen verbrauchen selbst Strom. Auch wenn dieser Anteil klein ist, sollte er in einer exakten Ertragsberechnung nicht fehlen.
  • Leistungsanpassung und Teillastbetrieb: Wechselrichter arbeiten nicht immer im optimalen Wirkungsgradbereich. Bei geringer Sonneneinstrahlung oder Teillastbetrieb steigen die relativen Verluste an, was besonders an bewölkten Tagen auffällt.

Wer die Systemverluste im Blick behält und hochwertige, optimal ausgelegte Komponenten wählt, kann den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer wirklich effizienten PV-Anlage ausmachen. Hier entscheidet sich oft, ob die Erträge später wirklich stimmen oder ob still und heimlich wertvolle Energie verloren geht.

Praxisbeispiel: Wie sich verschiedene Einflussfaktoren auf die reale Modulleistung auswirken

Praxisbeispiel: Wie sich verschiedene Einflussfaktoren auf die reale Modulleistung auswirken

Ein typisches Einfamilienhaus in einer Kleinstadt im südlichen Deutschland nutzt ein 400 Wp-Modul auf einem leicht geneigten, nach Südwesten ausgerichteten Dach. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich verschiedene Einflussfaktoren im echten Betrieb bemerkbar machen – und wie sich die theoretische Maximalleistung Schritt für Schritt reduziert:

  • Lokale Verschattung durch Nachbargebäude: Im Winter wirft ein Schornstein am späten Nachmittag einen Schatten auf das Modul. Die Folge: An rund 30 Tagen im Jahr sinkt die Tagesleistung des betroffenen Moduls um bis zu 40 %, während die anderen Module unbeeinträchtigt bleiben.
  • Verschmutzung nach längerer Trockenperiode: Nach mehreren Wochen ohne Regen bildet sich eine feine Staubschicht. Die monatliche Stromausbeute des Moduls verringert sich um etwa 5 %, bis ein kräftiger Regenschauer die Oberfläche wieder reinigt.
  • Wärmeentwicklung an heißen Sommertagen: Bei Außentemperaturen über 30 °C steigt die Modultemperatur auf über 50 °C. Im direkten Vergleich zu einem kühlen Frühlingstag bringt das Modul an diesen Tagen etwa 8 % weniger Leistung, obwohl die Sonne intensiv scheint.
  • Alterungsbedingte Degradation: Nach sieben Jahren Betrieb zeigt die Leistungsmessung eine Abweichung von etwa 4 % gegenüber dem Neuzustand – ein Wert, der im Rahmen der Herstellerangaben liegt und die Langzeitstabilität bestätigt.
  • Systemverluste durch Unterdimensionierung der Verkabelung: Eine zu knapp bemessene Leitungslänge zwischen Modul und Wechselrichter verursacht einen zusätzlichen Verlust von 1,5 %. Erst nach einer Umrüstung auf dickere Kabel wird dieser Effekt deutlich reduziert.

Das Beispiel macht klar: In der Praxis addieren sich kleine und größere Einflüsse zu einer spürbaren Differenz zwischen theoretischer und tatsächlich erzielter Modulleistung. Wer diese Faktoren im Blick behält und gezielt gegensteuert, kann die reale Stromausbeute nachhaltig optimieren.

Optimierungsmöglichkeiten für eine maximal effiziente PV-Modulleistung

Optimierungsmöglichkeiten für eine maximal effiziente PV-Modulleistung

  • Modul-Layout und Verschaltung: Die Auswahl der richtigen Verschaltungsart – etwa eine Parallelschaltung bei unterschiedlich ausgerichteten Flächen – verhindert, dass schwächere Module die Gesamtleistung ausbremsen. Auch die Integration von Leistungsoptimierern kann Ertragseinbußen bei Teilverschattung minimieren.
  • Intelligente Überwachungssysteme: Moderne Monitoring-Lösungen erkennen Leistungsverluste auf Modulebene sofort. So lassen sich Fehlerquellen wie defekte Dioden, schleichende Verschmutzung oder schadhafte Steckverbindungen frühzeitig identifizieren und beheben.
  • Wartungsintervalle anpassen: Ein dynamischer Wartungsplan, der sich an lokalen Umweltbedingungen orientiert, sorgt für eine gleichbleibend hohe Modulleistung. Beispielsweise kann in pollenreichen Regionen eine zusätzliche Reinigung im Frühjahr sinnvoll sein.
  • Reflexionsmanagement: Durch spezielle Oberflächenstrukturen oder Antireflex-Beschichtungen auf den Modulen wird auch bei diffusem Licht mehr Sonnenenergie genutzt. Die Nachrüstung solcher Technologien ist bei einigen Modultypen möglich und steigert die Effizienz besonders an trüben Tagen.
  • Flexible Nachführsysteme: Nachführanlagen, die die Module automatisch dem Sonnenstand anpassen, maximieren die Einstrahlung über den Tagesverlauf. Gerade bei Freiflächenanlagen oder auf Flachdächern kann das den Jahresertrag deutlich erhöhen.
  • Umgebungsmanagement: Durch gezielte Begrünung oder das Entfernen reflektierender Flächen in der Umgebung lassen sich unerwünschte Aufheizung oder Blendung reduzieren, was die Modultemperatur und damit die Leistung positiv beeinflusst.

Wer diese Optimierungsmöglichkeiten konsequent nutzt, schöpft das volle Potenzial seiner PV-Module aus und sichert sich langfristig stabile, hohe Erträge – unabhängig von äußeren Einflüssen.

Produkte zum Artikel

ecoflow-powerstation-delta-3-plus-1024-wh

889.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

sunelements-gewaechshaus-sungarden-energy-5-4-548-x-443-cm-mit-6-mm-acrylglas-solardach-anthrazit-metallic

18,999.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

bravo-schrauben-4-8-x-36-mm-50-stueck-silbern

8.49 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

karibu-fahrradgarage-set-bike-3-fichtenholz-naturbelassen-mit-solarkit-162-5-x-167-x-216-5-cm

999.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

karibu-fahrradgarage-set-bike-3-fichtenholz-terragrau-mit-solarkit-162-5-x-167-x-216-5-cm

1,049.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.


FAQ: Leistung von Photovoltaik-Modulen – Wichtige Einflussfaktoren erklärt

Welche Rolle spielt der Modulwirkungsgrad bei der Leistungserzeugung?

Der Modulwirkungsgrad bestimmt, wie viel der auftreffenden Sonnenenergie tatsächlich in elektrischen Strom umgewandelt wird. Hochwertige, monokristalline Module erzielen heute Werte über 22 %, während polykristalline Module meist etwas darunterliegen. Je höher der Wirkungsgrad, desto mehr Leistung pro Quadratmeter ist möglich.

Wie beeinflusst die Ausrichtung und Neigung eines Solarmoduls die Stromausbeute?

Eine Südausrichtung in Kombination mit einer Neigung von etwa 30 bis 35 Grad gilt als ideal, da so die maximale Sonneneinstrahlung auf das Modul trifft. Abweichungen von der optimalen Ausrichtung oder flache beziehungsweise steile Neigungen führen zu spürbaren Leistungsverlusten.

Welche Auswirkungen haben Verschattung und Verschmutzung auf die Modulleistung?

Selbst geringe Verschattungen durch Bäume, Antennen oder Dachaufbauten können die Leistung einzelner Module stark reduzieren – teils um bis zu 80 %. Auch Verschmutzungen wie Staub, Pollen oder Vogelkot mindern den Lichteinfall und verursachen dauerhaft Verluste von bis zu 10 %.

Warum verringern höhere Temperaturen die Stromproduktion bei Photovoltaik-Modulen?

Mit jedem Grad Celsius über 25 °C sinkt die Spannung in den Solarzellen, was die Leistung mindert. Der sogenannte Temperaturkoeffizient beschreibt diesen Effekt; je nach Zelltyp beträgt die Einbuße -0,3 bis -0,5 % pro Grad. So kann bei Sommerhitze die Modulleistung um 7–8 % absinken.

Wie wirkt sich das Modulalter (Degradation) auf den Stromertrag aus?

Im Laufe der Jahre nimmt die Leistung eines PV-Moduls langsam ab. Typisch ist ein Leistungsverlust von 0,3–0,7 % pro Jahr. Nach 20 Jahren erreichen die meisten Module noch ca. 80–90 % ihrer ursprünglichen Leistung.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
Keine Kommentare vorhanden

Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

Teile der Inhalte auf dieser Webseite wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Die KI wurde verwendet, um Informationen zu verarbeiten, Texte zu verfassen und die Benutzererfahrung zu verbessern. Alle durch KI erzeugten Inhalte werden sorgfältig geprüft, um die Richtigkeit und Qualität sicherzustellen.

Wir legen großen Wert auf Transparenz und bieten jederzeit die Möglichkeit, bei Fragen oder Anmerkungen zu den Inhalten mit uns in Kontakt zu treten.

Zusammenfassung des Artikels

Der Wirkungsgrad und die Leistung von PV-Modulen hängen maßgeblich von Material, Technik, Standortbedingungen sowie Ausrichtung und Neigung ab.

Elektroinstallation ist Ihr Ding?
Bei toom finden Sie alles, was Sie benötigen, um sämtliche Arbeiten am Haus selbst zu erledigen - Packen Sie's an!
Jetzt kaufen
Anzeige

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Setze auf hochwertige Modultechnik: Wähle PV-Module mit hohem Wirkungsgrad, wie monokristalline oder innovative Tandem- und Perowskit-Module, um die Leistung pro Fläche zu maximieren. Achte auf moderne Technologien wie PERC oder Multi-Busbar-Designs, die die Stromausbeute weiter steigern.
  2. Berücksichtige die Standortbedingungen: Analysiere die regionale Sonnenintensität (Globalstrahlung) sowie das lokale Mikroklima, um die zu erwartende Modulleistung realistisch einzuschätzen. Plane die Anlagengröße entsprechend der tatsächlichen Einstrahlung und berücksichtige jahreszeitliche Schwankungen.
  3. Optimiere Ausrichtung und Neigung: Richte die Module möglichst nach Süden aus und wähle einen Neigungswinkel, der zum Standort und zum gewünschten Jahresertrag passt. Berücksichtige Alternativen wie Ost-West-Ausrichtung, falls die Dachfläche nicht optimal ausgerichtet ist.
  4. Vermeide Verschattung und Verschmutzung: Plane die PV-Anlage so, dass Schatten durch Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse minimiert werden. Führe regelmäßige Reinigungen durch, um Ertragsverluste durch Staub, Pollen oder Vogelkot zu vermeiden und Hotspots vorzubeugen.
  5. Beachte Temperatur- und Systemverluste: Achte auf den Temperaturkoeffizienten der Module und sorge für eine gute Hinterlüftung, um Leistungsverluste an heißen Tagen zu reduzieren. Verwende hochwertige und optimal dimensionierte Systemkomponenten wie Kabel und Wechselrichter, um Übertragungsverluste gering zu halten.

Produkte zum Artikel

ecoflow-powerstation-delta-3-plus-1024-wh

889.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

sunelements-gewaechshaus-sungarden-energy-5-4-548-x-443-cm-mit-6-mm-acrylglas-solardach-anthrazit-metallic

18,999.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

bravo-schrauben-4-8-x-36-mm-50-stueck-silbern

8.49 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

karibu-fahrradgarage-set-bike-3-fichtenholz-naturbelassen-mit-solarkit-162-5-x-167-x-216-5-cm

999.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

karibu-fahrradgarage-set-bike-3-fichtenholz-terragrau-mit-solarkit-162-5-x-167-x-216-5-cm

1,049.00 EUR* * inklusive 0% MwSt. / Preis kann abweichen, es gilt der Preis auf dem Onlineshop des Anbieters.

Counter